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Ursprünge in grauer Vorzeit

Übersicht

Die Ursprünge in grauer Vorzeit

„Wer alle Sorgen dieser Welt vergessen will, braucht nur ein Paar Schuhe zu tragen, die zu klein sind“, wusste bereits Mark Twain von so manch schmerzhafter Erfahrung mit zu kleinem Schuhwerk zu berichten. Dabei dienten Schuhe bzw. ihre Vorläufer ursprünglich zum Schutze des Fußes. Verletzungen durch unebenen Untergrund konnten durch Schuhe vermieden werden. Hitze und Kälte konnten so den Füßen ihrer Träger weniger anhaben.

Der Schutz des Fußes

Kaum ein anderes Kleidungsstück begleitet den Menschen in seiner Geschichte so lange wie die Schuhe. Auch wenn ein sogenannter Urschuh als solcher nicht existiert, gibt es doch bereits in der Steinzeit primitive Fußbekleidungsformen, die als Vorläufer der Schuhe angesehen werden können. So verwendeten die Menschen der Steinzeit je nach klimatischen Bedingungen, in denen sie lebten, unterschiedliche Materialien, um ihre Füße zu schützen. In kühleren Breiten wurden Tierfelle um Füße und Waden gebunden. Auf diese Weise trotzten die steinzeitlichen Menschen den frostigen Temperaturen der letzten Eiszeit. In wärmeren Gefilden wurden Palmblätter verwendet, die zum Schutz vor Hitze unter die Fußsohlen gebunden wurden. Die Vorläufer von Stiefel und Sandale waren geboren.

Ötzis Bergschuhe

Dass Schuhe selbst im Laufe der Steinzeit einer handwerklichen Evolution unterworfen waren, sieht man am Beispiel des Schuhwerks der berühmten jungsteinzeitlichen Gletschermumie Ötzi. Seine Schuhe besaßen bereits einen deutlich optimierten und differenzierten Schuhaufbau und waren – im Rahmen der damaligen Möglichkeiten – speziell für den Einsatz im Hochgebirge ausgelegt. So waren Ötzis Schuhe gefüttert und mit Schnürsenkeln sowie einer Profilsohle ausgestattet.