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Fußformen

Übersicht

Ihre persönliche Spur

Dass man nach dem Essen Tausend Schritte gehen soll, weiß schon das Sprichwort. Tatsächlich legen wir im Laufe eines Tages je nach Bewegungsdrang oder Arbeitsplatz mehrere Tausend Schritte zurück. Es sind unsere Füße, die uns diese beachtliche Strecke tragen, und den meisten fällt diese enorme Leistung erst auf, wenn sie einmal nicht mehr so wollen. Wie ist eigentlich ein Fuß beschaffen, und was hat es z. B. mit einem Spreizfuß auf sich?

Hier finden Sie Informationen zu den gängigsten Fußformen und Erklärungen zu möglichen Fehlstellungen. Auch der Schuhmacher interessiert sich natürlich besonders für die Fußform. An der Trittspur kann er erkennen, wie der Fuß beim Gehen belastet wird und passt den Schuh entsprechend seiner Form an. Nur so kann höchster Tragekomfort gewährleistet werden.


Der menschliche Fuß

Der menschliche Fuß ist ein höchst komplexes Körperteil, befinden sich doch immerhin 28 Knochen in ihm. Neben den Zehen und der Fußwurzel unterscheidet man den Ballen, die Sohle, die Ferse, den Spann oder Fußrücken und den Rist bzw. die Außenkante.

Die 28 Fußknochen lassen sich wiederum in drei Gruppen einteilen: die Fußwurzelknochen (Ossa tarsi), Mittelfußknochen (Ossa metatarsi) und die Zehenknochen (Ossa digiti pedis). Eine höchst stabile Konstruktion aus 20 Muskeln, 114 Sehnen sowie Bändern hält den Fuß zusammen und macht ihn so kräftig, dass er zum einen unser Gewicht tragen, zum anderen aber flexibel auf Gewichtsverlagerungen reagieren kann. Die Fußsohle dämpft zugleich die Stöße von oben ab und ist zusammen mit den Zehen mit einem feinen Tastsinn ausgestattet.

Ein wahres Wunderwerk, finden Sie nicht?


1. Der Normalfuß

Normalfuß

Als Normalfuß bezeichnet man einen Fuß, der keinerlei Fehlstellungen aufweist und durch eine normal ausgebildete, kräftige Muskulatur verfügt. Der Kontakt des Fußes wird zum Boden im richtigen Verhältnis hergestellt, sodass die Ferse und der Fußballen den Großteil des Körpergewichts tragen und das so genannte Längsgewölbe bzw. der Fußinnenrand nicht aufliegt.

2. Der Senk- oder Plattfuß

Senk- oder Plattfuß

Ist das Längsgewölbe abgeflacht, wird von einem Senkfuß gesprochen, liegt der Fußinnenrand gar auf dem Boden auf, ist von einem Plattfuß die Rede. Außer in seltenen Fällen sind sowohl Senk- als auch Plattfüße nicht angeboren, sondern werden durch eine schlecht entwickelte Fußmuskulatur bedingt. Das viele Sitzen, allgemeine Bewegungsarmut und Schuhe, welche die natürliche Fußbewegung einschränken, verhindern es, dass sich diese Muskulaturschwäche im Erwachsenenalter verwächst.


3. Der Spreizfuß

Spreizfuß

Wenn die so genannten Knochenstrahlen des Mittelfußes auseinandergedrückt sind und das Quergewölbe im Bereich des Vorderfußballens durchgetreten ist, wird von einem Spreizfuß gesprochen. In diesem Fall treten oftmals Schwielen unterhalb der Gelenke des zweiten und dritten Zehs auf und so genannte Hammerzehen können die Folge sein. Durch spezielle Einlagen kann dieser Fehlstellung jedoch abgeholfen werden. Da auch hier eine Schwächung der Fußmuskulatur vorliegt, kann diese beispielsweise durch Barfußgehen langsam wieder aufgebaut werden.

4. Der Hohlfuß

Hohlfuß

Beim Hohlfuß handelt es sich um eine Fehlstellung, die meist angeboren ist, in manchen Fällen aber auch durch eine Schwäche der Fußmuskulatur bedingt sein kann. Schmerzen erzeugt die übermäßige Belastung der höchsten Stelle des Spanns und des Ballens sowie der Zehen, welche dann stark verkrümmt oder versteift sein können. Auch das häufigere Umknicken kann die Folge sein. Ein Hinweis auf einen Hohlfuß können auch die Schuhe geben, die am Rand und am Ballen dann am stärksten verschlissen sind. Abhilfe können Einlagen schaffen oder Schuhe mit hohem Schaft, die das Umknicken verhindern, in extremen Fällen ist sogar ein Eingriff notwendig.


Ägyptischer, Griechischer oder Römischer Fuß?

Vielleicht haben Sie bemerkt, dass wir beim Messen der Fußlänge immer vom Abstand von der Ferse bis zum längsten Zeh sprechen. Das hat den Hintergrund, dass es verschiedene Fußtypen gibt, die durch das Verhältnis der Zehenlänge zueinander unterschieden werden. Bei manchen Menschen ist der große Zeh der am längsten herausragende Zeh, bei anderen ist es der zweite Zeh.

Beim Ägyptischen Fuß ist die zweite Zehe kürzer als die Großzehe, beim Griechischen Fuß ist es die zweite Zehe, die länger als die Großzehe ist. Einen Römischen oder auch quadratischen Fuß hat derjenige, dessen zweite Zehe und große Zehe gleich lang sind.